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im gründungskonzert des ensembles
leipzig 21 stehen zwei uraufführungen leipziger komponisten
unterschiedlicher generationen im mittelpunkt:
einerseits die uraufführung eines werkes für
kammerorchester des jungen komponisten christoph göbel (geb.
1976), andererseits ein neues werk des bekannten leipziger komponisten hans-christian bartel (geb. 1932).
christoph göbel studierte drei jahre komposition in
halle, bevor er 1997 zu siegfried thiele an die hochschule für musik und
theater in leipzig wechselte. hier schloss er 2004 seine
studien in musiktheorie und 2005 sein kompositionsstudium mit dem diplom
ab. nach studienaufenthalten in london arbeitet er seit diesem jahr wieder
in leipzig. sein bereits umfangreiches werk gibt sich sehr heterogen und
erstreckt sich über zahlreiche stile, von avantgardistisch über jazzig
bis hin zu klassisch. seine kompositionen und arrangements schreibt er für
die unterschiedlichsten besetzungen.
in einem kurzen gespräch direkt vor der uraufführung des stücks werden
gemeinsam mit dem komponisten die zentralen ideen und entwicklungen der
komposition vorgestellt.
mit den liedern nach heine, storm, morgenstern und
nietzsche für bariton und kammerorchester von hans-christian bartel widmet sich das ensemble der musik eines leipziger komponisten der älteren generation, der durch zahlreiche
aufführungen seiner werke im leipziger gewandhaus unter so bedeutenden
dirigenten wie vaclav neumann, herbert blomstedt, kurt masur und rolf
reuter in leipzig kein unbekannter ist.
solist dieser uraufführung ist der berliner bariton
bert mario temme, der in leipzig zuletzt im märz 2006 in der aufführung von wolfgang rihms "deus passus" in der
thomaskirche zu hören war.
bernd frankes work in progress "half-way house solo
xfach (für joseph beuys)" ist die vision eines neuen werkbegriffes. alle instrumentalstimmen des zyklus sind
einzelstimmen und in unzähligen konstellationen miteinander kombinierbar. das ensemble leipzig 21
präsentiert in seinem gründungskonzert eine vom komponisten und ehrenmitglied des
ensembles maßgeschneiderte version mit 12 instrumentalisten.
eröffnet wird der abend mit johann sebastian bachs "ricercata" aus dem
"musikalischen opfer" in der instrumentierung von anton webern
aus dem jahr 1934. eine bezugnahme auf die wurzeln der leipziger musik-
und kompositionstradition.
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